Das Abenteuer geht weiter - ein Praxisbericht aus der Coachingausbildung

Aufregend und lehrreich

Dienstag, 5. März 2019

Modul 2 Ausbildung zur Coach – Der nächste Praxisbericht

Modul 2 bringt schon etliche fundierte Grundlagen in Methoden und Praxis. Das erste Mal im Rollenspiel als Coach, wie echt das alles ist und dann noch unter Beobachtung und mit Feedback. Spannend. Lesen.

Coaching Ausbildung Modul 2 (07.02.2019-09.02.2019)

Am 07.02.2019 war es wieder so weit. 2,5 Monate (die überraschend schnell vergangen sind) nach Modul 1, trafen wir uns um 09:00 Uhr in Waltenhofen zu Modul 2.
Meine Aufregung hielt sich diese mal in Grenzen, da ich ja wusste was mich in etwa erwartet und ich mich einfach auf die kommenden 3 Tage freute.

Herzliche Begrüßung

Nachdem wir uns alle begrüßt und gegenseitig auf den neuesten Stand gebracht hatten, war es mit meiner Entspanntheit aber auch schon wieder vorbei. Gisela zeigte uns nämlich die Agenda für dieses Modul und ich stellte sofort fest, dass es dieses Mal sehr viel praktischer orientiert war, was meine Aufregung gleich mal rapide in die Höhe schnellen ließ. Gleichzeitig war ich aber auch gespannt darauf einen Fall zu lösen.

Bevor es aber richtig ans Eingemachte ging, durften wir erst die verschiedenen Kommunikationsstile nach Schulz-von-Thun kennenlernen. Vom „bedürftig-abhängigen Stil“ über den „aggressiv-entwertenden Stil“ zum „mitteilungsfreudig-dramatisierenden Stil“, konnten wir über jeden einzelnen Stil diskutieren und konnten in dem ein oder anderen Stil manchmal sogar gewisse Menschen wiedererkennen, was die Stile noch interessanter machte.(Da ich mich in einem der Stile sogar selber wiedererkennen konnte, habe ich sogar ein paar Tipps abgestaubt, wie ich mich weiterentwickeln könnte.)

Der erste Praxisfall im Rollenspiel

Die verschiedenen Kommunikationsstile, ein Mittagessen und den wahrscheinlich leckersten Schokokrapfen der Welt später wurde es dann richtig ernst: wir bekamen den Fall „Max und seine Mutter“ und sollten diesen in kleinen Gruppen selber lösen. Ich fühlte mich noch nicht bereit den Coach zu mimen und entschied mich stattdessen die Mutter zu verkörpern. Mein „Coach“ war Christine und ich muss sagen, obwohl ich nur den Coachee spielte, fühlte ich mich sehr gut aufgehoben und äußerst professionell beraten.
Die Bearbeitung des Fallbeispiels war ein erfolgreicher Abschluss des Tages und wir konnten alle mit einem guten Gefühl nach Hause fahren.

Serien schauen als Anschauungsbeispiele

Am 2. Tag von Modul 2 ging es morgens noch einmal kurz um die Kommunikationsstile. Peter Krämer sagte etwas, was für mich als bekennender Serienjunkie besonders interessant ist: die Kommunikationsstile werden oft in Serien thematisiert und in Personen dargestellt. Das muss ich mir unbedingt anschauen!
Auch an Tag 2 sollten wir gegen Nachmittag wieder ein Fallbeispiel bearbeiten, vorerst wurden wir aber noch „verschont“ und lernten erstmal das Wertequadrat kennen. Kurz erklärt handelt es sich beim Wertequadrat um eine Methode, bei der man Stärken und Schwächen beleuchtet und versucht eine Entwicklungsrichtung aufzuzeigen, um aus den Schwächen Stärken zu machen. Eine genauere Erklärung mit Beispielen finden sie unter www.methodenundmehr.de/wertequadrat/ .
Während wir uns über verschiedene Tugenden und Schwächen unterhielten, wurde das Bild eines Veggieburgers vor meinem Geiste immer größer.

Ich als Coach

Nach besagtem Burger und einer ganzen Stange Giotto (mit dänischem Butterkekse Geschmack, richtig lecker) passierte das Unvermeidbare: ich war Coach für einen Co-Trainer beim Fußball. Ich muss sagen es war eine tolle Erfahrung, weil ich wirklich das gute Gefühl hatte, dass ich es (obwohl die Szenerie nur „gespielt“ war) gut gemacht habe (lag vielleicht auch nur an den Giotto). Ich habe einiges daraus mitgenommen: der Grad zwischen Beratung und Coaching ist recht schmal und ich muss mir immer im Klaren sein, dass ich den Coachee nur leicht in eine Richtung stoßen darf und ihm nicht einen ausgeklügelten Plan mache, wie er sein Leben zu führen hat. Zudem ist es mir Anfangs schwer gefallen zu akzeptieren, dass man sich manchmal öfter wiederholen muss oder sich ab und zu ein wenig im Kreis drehen muss, denn nur weil man selbst verstanden hat worauf es hinausläuft, heißt das nicht dass der Coachee es auch so schnell verstehen kann und man muss einfach weitermachen, bis es „klick“ macht.

Das Verhaltensegogramm

An Tag 3 war es dann endlich soweit. Wir hatten uns alle sehr auf das Egogramm gefreut und an Tag 3 wurde es behandelt. Vorher gab es einen Überblick über die 3 Ich-Zustände des Menschen. Das Eltern-Ich, das Erwachsenen-Ich und das Kind-Ich. Das Egogramm, das wir alle schon daheim gemacht hatten, ist ein Test bei dem das Ergebnis anzeigt in welchen der 3 Ich-Zuständen man zu wie viel Prozent agiert.
Zuerst sollten wir eine Fremdeinschätzung für die anderen Teilnehmer machen, bevor wir auflösen durften, was bei uns wirklich rausgekommen ist. Ich muss sagen, ich bin ein Fan vom Egogramm aber gleichzeitig muss man bei dieser Methode aufpassen, da sie sehr viel Raum für Interpretationen lässt und für instabile Personen das Egogramm eventuell ein bisschen zu schwere Kost sein könnte. Ich selbst war nicht wirklich überrascht von meinem Ergebnis und konnte mich da sehr gut wieder finden.

Auch dieses Modul fand ich sehr interessant und es hat mir, wie auch Modul 1 schon, sehr viel Spaß gemacht, während ich einiges lernen durfte. Ich bin gespannt auf Modul 3 und denke, dass die nächsten 2,5 Monate genauso schnell vergehen wie die letzten.

Franziska Paul

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