Zertifizierter Mediator

  • Zertifizierter Mediator
  • nach dem Mediationsgesetz
  • Voraussetzungen, Übergangsbestimmungen
  • Zertifizierter Mediator werden
  • Zertifizierter Mediator bleiben

Geschützte Bezeichnung nach dem Mediationsgesetz

Die folgenden Informationen interpretieren die am 1. September 2017 in Kraft getretene Rechtsverordnung zur Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) und die Übergangsregelungen für bereits ausgebildete Mediatoren.

  • Unter welchen Voraussetzungen dürfen Sie sich als zertifizierter Mediator bezeichnen?
  • Welche Anforderungen werden an die Ausbildung von Mediatoren gestellt?
  • Zertifizierte Mediatoren müssen sich fortbilden und Praxis nachweisen, um Zertifizierte Mediatoren bleiben zu dürfen. Welche Voraussetzungen gelten genau?
  • Welche Übergangsregelungen gelten für bereits ausgebildete Mediatoren?

Mediator ./. Zertifizierter Mediator

Grundsätzlich darf sich in Deutschland jeder Mediator nennen.
Zertifizierte Mediatoren sind seit 2012 durch § 5 Abs. 2 des Mediationsgesetzes gesetzlich geschützt.
Ab dem 1. September 2017 dürfen sich Mediatoren als zertifizierte Mediatoren bezeichnen, wenn sie als Mindestinhalte eine Mediationsausbildung entsprechend der Rechtsverordnung zur Aus- und Fortbildung von Mediatoren ZMediatAusbV absolviert, mehrere Praxisfälle praktisch mediiert, in Einzelsupervision reflektiert haben und regelmäßig die notwendigen Fortbildungen besucht haben.

Allerdings zertifiziert sich der Zertifizierte Mediator zur Zeit noch selbst und muss selbst dafür sorgen, dass das Tragen des Titels der Wahrheit entspricht. Es wird vielleicht in absehbarer Zeit eine offizielle Zertifizierungsstelle geben, spätestens dann sollten alle ihre Nachweise bereit haben! ABER: Wer die Bezeichnung unberechtigt führt, riskiert eine Abmahnung und wahrscheinlich auch eine Unterlassungsklage.
Dann ist es allemal besser, die Voraussetzungen gleich ordentlich zu erfüllen und sich zum Beispiel auch einem Berufsverband anzuschließen, die ebenfalls noch einmal Qualitätskriterien einfordern.

  • Wir sind Zertifizierte Mediatoren und die Ausbilderin lizensierte Mediatorin und Ausbilderin des Bundesverbandes für Mediation.
  • Wir sind ständig in der Praxis und wissen, was wir tun. 25. Jahre PFEOS sprechen für sich
Zertifizierter Mediator WERDEN

Anforderungen an die Ausbildung

  • Umfang von mindestens 120 Präsenzzeitstunden
  • Kombination von theoretischer Wissensvermittlung mit praktischen Übungen und Rollenspielen
  • Umfassen von Pflichtinhalten und näher spezifizierten Inhalten gemäß der Anlage der Ausbildungsverordnung, auch juristische Themen und Fragestellungen, um sich als Mediator sicherer im Rechtsumfeld bewegen zu können (bestimmte Themen können im Selbststudium erarbeitet werden).

Praxisfall und Supervision

  • Bis spätestens ein Jahr nach Abschluss des Lehrgangs ist die Durchführung eines praktischen Mediationsfall erforderlich. Rollenspielfälle oder Beratungsgespräche zählen nicht dazu.
  • Der Mediationsfall muss im Rahmen einer Einzelsupervision mit einem Ausbilder reflektiert werden.
  • Erst bei Erfüllen aller Voraussetzungen gilt die Ausbildung als abgeschlossen.
  • Gisela Krämer ist Zertifizierte Mediatorin und lizensierte Ausbilderin des Bundesverbandes für Mediation.
  • Unsere Ausbildungen erfüllen die Voraussetzungen einer Ausbildung als lizensierte Ausbilderin des Bundesverbandes für Mediation und den Voraussetzungen der Verordnung zur Aus- und Weiterbildung nach dem Mediationsgesetz
Zertifizierter Mediator BLEIBEN

Weitere Praxisfälle und Supervisionen

Um die Bezeichnung auch auf Dauer führen zu dürfen, muss der zertifizierte Mediator weitere Berufspraxis sammeln und an Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen.
Der zertifizierte Mediator weist nach Beendigung der Ausbildung die Durchführung mindestens vier weiterer Mediationsfälle nach. Alle vier Fälle müssen in Form von Einzelsupervision reflektiert sein.

Einzelsupervision

Als Zertifizierter Mediator benötigen Sie Einzelsupervision für Ihre Praxisfälle. Für unsere Teilnehmer ist die erste Supervision zur Erlangung des Titels Zertifizierter Mediator in der Ausbildung enthalten.

Sie sind Mediator und möchten sich nach dem Mediationsgesetz und der Rechtsverordnung zertifizieren? Rufen Sie gerne an, wir vereinbaren einen Termin vor Ort. Ich führe die Einzelsupervision auch telefonisch und per Skype durch.

Gerne können Sie einen Tag Supervision als Supervisiontage nutzen. Die Einzelsupervision findet ebenfalls nach vorheriger Absprache an diesen Tagen statt.

Fortbildungspflicht

Zertifizierte Mediatoren müssen sich kontinuierlich fortbilden. Innerhalb von jeweils 4 Jahren müssen die Mediatoren 40 Zeitstunden an Fortbildung absolvieren. Wie das geschieht, ob stundenweise oder en bloc ist unerheblich. Die erste Vierjahresfrist beginnt mit der Ausstellung des Ausbildungszertifikates zu laufen.
Sie können beispielsweise bei uns Methodentage und Praxistage buchen.

Übergangsregelungen für Ausbildungen vor dem 1.9.2017

Mediationsausbildung bis 25.6.2016

Wer seine Mediationsausbildung bereits vor dem 26. Juli 2012 absolviert hat, darf sich ab dem 1. September 2017 als zertifizierter Mediator bezeichnen, wenn er eine Ausbildung mit mindestens 90 Zeitstunden absolviert hat und anschließend mindestens vier Mediationsverfahren durchgeführt hat.
Ab 1. September 2017 unterliegen alle der gesetzlichen Fortbildungspflicht.

Mediationsausbildung bis 31. August 2017

Sie haben Ihre Ausbildung zwischen dem 26. Juli 2012 und dem 31. August 2017 abgeschlossen?
Sie unterliegen der Fortbildungspflicht ab dem 1.9.2017.
Die Einzelsupervision kann hier bis zum 1. Oktober 2018 nachgereicht werden.
Die weiteren vier Einzelsupervisionen sind in diesen Fällen grundsätzlich bis zum 31. August 2019 zu absolvieren, es sei denn, die Einzelsupervision ist bis 1. Oktober 2018 erfolgt, dann beginnt die Zweijahresfrist für die vier weiteren Supervisionen auch erst nach derem erfolgreichem Abschluss.

Rechtlicher Hinweis:

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass diese Ausführungen eine Auslegung von PFEOS sind, sie entsprechen nach unserem Wissen der Richtigkeit. Es lassen sich allerdings keine Rechtsansprüche daraus herleiten, wenn eine Interpretation fehlerhaft sein sollte.